Heinrich Seidel: Glockenspiel

III. Lieder


ZU SPÄT.

2.

Eine späte Blüthe träumet
Einsam in flatterndem Laub.
Den Frühling hat Sie versäumet -
Nun wird sie des Herbstes Raub.

Dass nichts beim Alten bliebe,
Der Herbstwind schüttelt und weht!
Ach, deine süsse Liebe,
Dass ich sie einst verschmäht!