Elisabeth von Droste-Hülshoff

Letzte Worte

Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Träne nach;
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ew'ger Tag!

Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für euern Schmerz will ich erflehn.

Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß' ich euch!

(eingesandt von Ingrid Lepp: ingrid.lepp@web.de)


Von: Manfred Retzlaff [mailto:manfred.retzlaff@gmx.net]
Gesendet: Sonntag, 16. Mai 2004 20:04
Betreff: Das Gedicht "Letzte Worte"

... Ich möchte Ihnen dazu mitteilen, dass nach Auskunft von Frau Dr. Edda Baußmann von der Droste-Gesellschaft das Gedicht erwiesenermaßen nicht von Annette von Droste-Hülshoff selbst verfasst worden ist sondern erst nach ihrem Tode von ihrer Nichte Elisabeth von Droste-Hülshoff. Man hat das Gedicht bisher nur der Annette zugeschrieben. Wenn ich mich nicht irre, ist es auch auf ihrem Grabstein eingemeißelt. ...


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